Kategorien
community project dance and music Orchester orchestra werke für ensemble

works for orchestra and large ensembles

PROLOGUE (2019)

for orchestra, string quartet and electronics (musicians are placed in groups in the audience space)

CITY DANCE – Mensch/Maschine

(community project in an extraordinary venue, instrumentation can partly be varied)

for solo voice, choir, 7 strings, clarinet, Oboe, Saxophone, trumpet, trombone, percussion (two player) and 12 dancer

CITY DANCE – Main Station (2016)

(community project in public space, instrumentation can partly be varied)
for 2 Alphorns, brass orchestra, 7 instruments, string quartett, choir, 2 solo voices, 20 percussionists, DJ and tape

Missing T (2013)

for large ensemble (13 instruments)

IN SYNC (2012)

for two large ensembles | piece for young musicians

CRACK (2009)

for large orchestra

work list muntendorf

Kategorien
Orchester werke für ensemble

Missing T (2013)

für großes Ensemble / for large ensemble

(fl., cl./b.cl., ob., bsn/c.bsn, hrn, tr., trb., perc 1., perc 2., pno., vl., vla., vc)

score

UA / Premiere: 06.09.2013 Gaudeamus Muziekweek
Ensemble: IEMA
Dirigent / conductor: Lucas Vis / Vimbayi Kaziboni
Dauer / duration: 10 ‚

missing t Brigitta MuntendorfProgrammtext

kein laut sagen, wort-los. verlorenes „t“ des französischen wortes „mot“, verloren in sprache, verschluckt im atem, herabgefallen ins nichts und in klang geformt.  kein laut sagen, wortlos. sprachlos sprechen. ein wort, ein mot, motus, motion, mutum, mormurô, murméti, murmeln, mumure, mumble, marmarah…ein raunen und rauschen, wortlos munkelnd, kein laut sagen. widerklingen und widerspiegeln von ausdruck in unscharfen linien und verschwommenen artikulationen. kaschieren von vagen worten einer sich senkenden stimme, von unscharfen grenzen in einer zeitgeldwelt, sich überschlagend in aufsteigende stimmlagen, entlarvt im nachklang. kein laut sagen. the first merciful lovesoft oftloved word, ein flüchtiger moment des widerklingens.

programm notes

Missing_T RoyaumontNot to say a word. The missing „t“ of the french word „mot“, disappearing in speech, blown away, falling silent and converting to sound. Not to say a word. Without being voiceless. A word, a mot, motus, motion, mutum, mormurô, murméti, murmeln, mumure, mumble, marmarah.

Just murmuring and twittering sounds, lost for words, not saying a word. Re-sounding and re-flecting inside to find expressivity in blurry mumblings, unpurified articulations and withdrawn humming. Living in a precised working-world, hiding blurred boundaries. Hiding the fall of the voice into cloudy words, doesn’t keep the sound from speaking to us, the first merciful lovesoft oftloved word. A blurry and mumbling, cheering or chuckling sound and moment. With it’s specific approach to breath and to share.

zurück zur Werkübersicht

Kategorien
Orchester werke für ensemble

Orchester und Kammerorchester

PROLOGUE (2019)

für Orchester, Streichquartett und Zuspielung. Die MusikerInnen sind in Gruppen im Publikumsraum verteilt.

CITY DANCE – Mensch/Maschine (2016)

(community Projekt im öffentlichen Raum, Besetzung kann adaptiert werden)
für Solo Stimme, Chor, 7 Streicher, Klarinette, Oboe, Saxophone, Trompete, Posaune, Percussion und 12 Tänzer

CITY DANCE – Main Station (2016)

(community Projekt im öffentlichen Raum, Besetzung kann teilweise adaptiert werden)
für 2 Alphörner, Blasorchester, 7 Instrumente, Streichquartett, Chor, 2 Solostimmen, 20 Trommler, DJ und Tape

Missing T (2013)

für großes Ensemble (13 Instrumente)

IN SYNC (2012)

Für zwei große Ensembles

CRACK (2009)

für großes Orchester

Kategorien
Orchester werke für ensemble

IN SYNC

Unisono-Studie für zwei Ensembles oder 28, 56 oder 112 Instrumente

The unison study IN SYNC is written for two ensembles and is based on the relationship between musical and visual actions. In the first part of the piece the movements of the musicians are completely synchronized: While the strings are moving the bow to the left and right side (up bows and down bows), the percussionists play instruments on the left and right side in sync, also the trombone moving the slide forwards and backwards, the bassoon players are stepping from the left to the right or the trumpet players are muting their instruments with moving their hands forwards and backwards. The consequence is a visual unison, but the resulting sound is different.

In this way the piece explores different ways of musical or visual unisons according to the motto “same same but different”.

Kategorien
Orchester

CRACK 2009

für großes Orchester

Erster Preis beim Kompositionswettbewerb der Hochschule für Musik Köln.
UA: Mai 2009 in der Hochschule für Musik Köln.
In Bezug auf „Ein Heldenleben“
Dauer: ca. 10 min

programmtext

Was ist das eigentlich für ein Held in Strauss’ Heldenleben? Wer ist heutzutage überhaupt heldenhaft und in welchem Kontext können Helden existieren?

Je mehr man diesen Fragen nachspürt, desto klarer wird die Tatsache, dass Helden einzig und allein Produkte der Medien sind, die wir erhalten oder verwerfen können. Doch funktioniert der Mechanismus der Heldenzeugung nicht nur in einer rasanten Geschwindigkeit, sondern auch sprunghaft und unkontrolliert. Was bleibt, ist ein Antrieb, ein Motor, das pure Bedürfnis nach Heldentaten, das den Menschen zu Selbstmaximierung und Selbstausbeutung zwingt.

An diesem Punkt setzt „CRACK“ ein und stellt einen musikalischen Kontext her, in dem der Umgang mit der Unkontrollierbarkeit und Bruchhaftigkeit in Material und Form zur kompositorischen Aufgabe wird. Im Titel ist die Triebfeder des Stückes somit schon vorhanden; CRACK bedeutet Bruch, bedeutet aber auch Stärke, denn Cracks sind in ihren Tätigkeitsfeldern unschlagbar.

Spieltechnische Grenzbereiche werden immer wieder zum Bewegungsfeld und stellen einen direkten Bezug zwischen Klang und der körperlichen Kraft der Erzeugung her. Das gesamte Stück wird somit zu einem extremen Kraftakt, der die Frage nach der Beziehung zwischen Kraft, Held-sein und Vergeblichkeit aufwirft. Es ist die Kluft zwischen einer auf uns einwirkenden Kraft, die uns zur Unterwerfung zwingt und einer uns innewohnenden Kraft, mit der wir uns auf die Suche begeben – die Suche nach einem Verhältnis zwischen dem Einzelnen und einer Gemeinschaft – oder musikalisch ausgedrückt, nach einer Form von Harmonie, nach ungewöhnlichen Klangräumen, die aus einer Diversität von Klang entstehen und nach Strukturen, die keine Ordnung erwarten, sondern einen Prozess.

Die Heldentat, die Strauss seinem Helden nicht gewährt wird in CRACK zum zentralen Ereignis der Dekonstruktion.

zurück zur Werkübersicht