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Frau Musica (nova) 2013: Bloody Cherries

Mit dem Konzert BLOODY CHERRIES richtet Frau Musica (nova) ihren Blick auf Kompositionen für Ensemble und Elektronik der jungen polnischen Komponistin Jagoda Szmytka (*1982) und stellt zwei Verbindungslinien zu den Komponistinnen Malin Bång (*1974) und Clara Iannotta (*1983) her. Szmytka vereint in ihren Werken akustische, visuelle, räumliche, textuelle und szenische Elemente als integrale Bestandteile ihrer Musik und komponiert somit am Puls heutiger Neudefinitionen des Begriffs der Neuen Musik.

Das 2013 vom Ensemble Garage uraufgeführte Greetings from a Doppelgänger setzt sich anhand von Kontaktlautsprechern mit akustischen Doppelidentitäten auseinander. Einen Zoom auf diese Identitäten zeigt hand saw WeltAll-Stars. generously, das die Verbindung zwischen Klangerzeugung und Körperbewegung hinterfragt. Die performative Hommage sky-me type-me setzt das Individuum in einen Bezug zur virtuellen Realität während for(UN)fall und die Reminiszenz electrified memories of bloody cherries. extended Landschaft von Musik mit verstärkten Instrumenten und Gegenständen den Begriff des heutigen Komponierens und Interpretierens öffnet. In Malin Bångs urbanen Field Recorings in structures of molten light und Clara Iannottas körperlich-theatralen Al di lá del bianco finden sich Themen aus Szmytkas Musik wider, die jedoch von den beiden Komponistinnen künstlerisch und ästhetisch ganz anders behandelt werden.

Sonntag, 15.12.2013
19.00h Deutschlandfunk Köln Kammermusiksaal
Raderberggürtel 40
50968 Köln

Programm

Jagoda Szmytka
Greetings from a Doppelgänger (2013)
[UA: 08.05.2013 Ensemble Garage, Acht Brücken Festival Köln]
für Vl., Vla., Vc., Pno., Sz.+ Kontaktmikrophone und Kontaktlautsprecher

Jagoda Szmytka
sky me, type me (2011)
für vier Spieler und Megaphone

Jagoda Szmytka
for(UN)fall (2009/11)
für Kl./Bass-Klar., Vl., Pno., Sz. (Verstärkung und Zuspiel)

Clara Iannotta
Al di là del bianco (2009)
für Bass-Klar., Vl., Vla., Vc. und Elektronik

Malin Bång
Structures of molten light (2009)
für Bass-Fl., Bass-Klar., Sz., Pno., Vl., Vc. und Verstärkung

Jagoda Szmytka
hand saw WeltAll-Stars. generously (2011)
für Fl., Vl., Vla., Vc., Kb., Pno., (+Verstärkung) Dauer: 12 min

Jagoda Szmytka
electrified memories of bloody cherries. extended Landschaft von Musik (2011)
[clarinet/bass clarinet, E-guitar, cello, double bass, piano, percussion]

 

Wir danken für die freundliche Unterstützung dem Deutschlandfunk, dem Konzert des Deutschen Musikrates, der Alfred Töpfer Stiftung sowie der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit.

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Frau Musica (nova): PULSA:RE mit Cio D’Or

PULSA:RE 2014: Cio D’Or, Claudia Lichtblau und Brigitta Muntendorf 

Am  07. Dezember erlebt PULSA:RE im Rahmen von Frau Musica (nova) seine Premiere im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks Köln. Die Soundarchitektin Cio D’Or und die Komponistin Brigitta Muntendorf kreieren in PULSA:RE gemeinsam mit dem Ensemble Garage eine Synthese aus zwei unterschiedlichen, musikalisch experimentellen Stilrichtungen. Während Cio D’Ors Musik die Grenzbereiche zwischen experimenteller Tanzmusik mit cinematischen Elementen auslotet, forscht die Komponistin Brigitta Muntendorf an experimentellen und elektronisch erweiterten Instrumentationen und multimedialen Setups klassischer Instrumentalensembles.

Basierend auf einer aus Cio D’Ors Schaffen kreierten Dramaturgie entwickelt Brigitta Muntendorf in enger Zusammenarbeit mit Cio D’Or eine Synthese aus Instrumentalklängen, extended Techniques, elektronischen Verfremdungen und vorhandenen Soundarchitekturen. Im Zentrum steht dabei ein Kerngedanke Cio D’Ors Musik: das Genre-Überwindende Streben nach „Unendlichkeit“ zwischen Ursprung und Entwicklung.

In einer gemeinsamen Probenphase mit dem Ensemble Garage und dem Klangregisseur und Gastmusiker Florian Zwissler wird diese Dramaturgie den Fähigkeiten der Musiker geöffnet und weiterentwickelt. Und dann Bewegung. Puls und Klang öffnen den Raum für die renommierte Choreografin Claudia Lichtblau und den Tänzer Matthias Hartmann, die wie sensorische Motoren stereotypischer Clubgänger und Nachtschwärmer artifiziell interpretieren. PULSA:RE ist eine Hommage an die Metamorphose, an Bewegung und an die Freiheit von Musik- und Musikschaffen.

20:00 Uhr Kammermusiksaal Deutschlandfunk Köln
Raderberggürtel 40 in 50968 Köln
Eintritt frei

 Mit freundlicher Unterstützung von:

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Frau Musica (nova): 20jähriges Jubiläum

Frau Musica (nova) 2017: 20 jähriges Jubiläum

Im Dezember 2017 feierte Frau Musica (nova) ihren 20. Geburtstag! Beginnend mit der Auflösung der  klassischen Bühnensituation sitzen die ZuhörerInnen mittendrin auf Stühlen, Sofas und Hockern und sind Teil des Gesamtgeschehens.
Das Programm ist inspiriert von aktuellen künstlerischen Entwicklungen und lebt von Abwechslung und hohem Niveau. Zudem arbeitet Frau Musica (nova) für ihr Jubiläum mit der Kunsthochschule für Medien zusammen: Unter der Leitung von Prof. Volker Weicker, Gerrit Lucas und Jonas Burlage filmt die Live-Regie Klasse von Gerrit Lucas das gesamte Konzert mit dem filmisch-experimentellen Blick und projiziert diesen zurück in den Raum.

Für das Duo Série Rose hat die polnische Musikwissenschaftlerin Monika Pasiecznik Werke für Solo-Stimme, Live-Elektronik und Piano ausgesucht, die sich mit dem Thema Sexualität und Eroik in der Neuen Musik auseinandersetzen. In einer 30-minütigen Performance verwandeln Tzeshi Lei, Lilian Villalba und Bela Usabaev ihre Körper zu elektroakustischen Klangobjekten. Ihr Programm Hertzian Tales lässt sich zwischen Klangästhetik und Clubperformance ansiedeln und macht den freien Geist und die unendlichen Ausdrucksmöglichkeiten der Neuen Musik erlebbar.
Das Geburtstagsprogramm von Frau Musica (nova) ist ein Feuerwerk klanglicher und performativer Elemente und die offene Form der Darbietung sowie nicht zuletzt die Stücke selbst werden sicher für Gesprächsstoff sorgen. Monika Pasiecznik führt durch den Abend und bezieht neben dem Publikum auch die Gründerin der Konzertreihe, Gisela Gronemeyer, und den DLF Redakteur für Neue Musik, Frank Kämpfer, mit ein.

PROGRAMM

ENSEMBLE GARAGE

Holly Harrison (*1991)
Frogstomp (2015) UA der neuen Fassung
für Flöte, Baritonsaxophon und Schlagwerk

Carola Bauckholt
„Doppelbelichtung“ (2017)
für Violine und 6kanal-Zuspielung

Iris ter Shiphorst (*1982)
SOMEWHERE II (2012) UA der Neufassung
für Ensemble Garage für 9 Instrumente und Verstärkung Dauer: 8 min

Marta Śniady (*1986)
C_ut/e_ #1 (2017) (UA der neuen Version)
für verstärktes Ensemble | Fassung für Ensemble Garage, Dauer: 10min

SÉRIE ROSE

Brigitta Muntendorf (*1982)
Public Privacy #6 Bright no more (2017) Deutsche Erstaufführung
für Stimme, Video und Elektronik

Laurie Anderson (*1947)
Langue D’Amour (1984)
für Stimme und elektronisches Piano Dauer: 6 min

Erwin Schulhoff
Sonata Erotica (1919)
für Frauenstimme

Pierre Jodlowski (*1971)
Série Rose (2012)
für Piano und Elektronik

Stimme: Frauke Aulbert | Piano/Synthesizer: Malgorzata Walentynowicz | Künstlerische Leitung: Monika Pasiecznik

HERTZIAN TALES
Tzeshi Lei, Lilian Villalba, Bela Usabaev

Künstlerische Leitung: Brigitta Muntendorf | Dirigent: Mariano Chiacchiarini | Klangregie: Dominik Kleinknecht

Mit freundlicher Unterstützung von:

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Frau Musica (nova) 2016: Taschenopernfestival NRW

„Sirenen“ : Taschenopernfestival aus Salzburg feiert Premiere in NRWEnsemble Garage English Version
Taschenopernfestival_NRW_Garage

Frau Musica (nova) präsentiert eine halbszenische Version des Taschenopernfestivals Salzburg im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks! Was steckt dahinter?

Junge Komponistinnen und Regisseure widmen sich einem Thema und schaffen unterschiedliche künstlerische Zugänge dazu.
Der Name „Taschenoper“ führt dabei ein wenig in die Irre, denn in Wirklichkeit sind es Einakter aus dem Bereich Neues Musiktheater, die unter der gemeinsamen Klammer des Festivals zur Aufführung kommen. In Salzburg funktioniert das von Klang21 entwickelte Konzept mit wechselnden Themen seit 2005. In Deutschland feiert das österreichische Importprodukt in diesem Sommer Premiere. Als Kooperation zwischen Klang21 und Ensemble Garage ist das Taschenopernfestival in drei Städten zu Gast.

Impulsgeber für die Komponistinnen im letzten Salzburger Taschenopernfestival ist das an Homers Odyssee angelehnte Sirenen-Kapitel aus einem der unkonventionellsten Romane aller Zeiten: Ulysses von James Joyce. Anhand von musikalischen Formen, Lautmalereien, Klängen, Bildern und Lied-Zitaten entfesselt Joyce die Macht unserer Urinstinkte, Bedürfnisse, Sehnsüchte und Ängste. Musikalisches Zentrum bilden die verführerischen, schmeichelnden und zugleich ins Verderben reißenden Sirenen, deren Rolle unterschiedlicher nicht interpretiert werden konnte –
Bronze by Gold von Brigitta Muntendorf, The End of the Song von Wen Liu, Dbronze_by_gold_muntendorfefekt von Sarah Nemtsov und Rinn von Ann Cleare. Vier komplett unterschiedliche Ausdeutungen einer literarischen Vorlage. Das ursprünglich mythologische Thema wird in die Gegenwart transportiert und mit den Essenzen musiktheatralischer Mittel in Opernminiaturen arrangiert.
Die künstlerische Gesamtleitung liegt in den Händen von Thierry Bruehl, Initiator des Salzburger Taschenopernfestivals. Frau Musica (nova) freut sich, diese besondere und innovative Produktion in Köln zu präsentieren – danach geht es gleich weiter:

Details zu den Aufführungen und Tickets

tumblr_nuzou5UvAq1qirul5o8_r1_50022.05.2016 SIRENEN (konzertant) 19:00h
Kammermusiksaal des Deutschlandfunks, Raderberggürtel 40, 50968 Köln
Ein Auszug aus dem Taschenopernfes7val 2016 mit zwei Taschenopern von Sarah Nemtsov und Brigitta Muntendorf sowie einem instrumentalen Zwischenspiel von Natalia Solomonoff

14.06.2016 Lesung mit Christian Brückner Musik der Jahrhunderte Eclat 2011 geblendet Konzeption und Regie: Thierry Bruehl > Dramaturgie: Hans-Peter Jahn Bühne: Christiane Dressler Kostüme: Claudia Jung Licht: Hubert Schwaiger *** Local Caption *** Besetzung: Daniel Gloger, Countertenor > Vincent Frisch, Sängerknabe > Christian Brückner, Schauspieler >

Zum Auftakt des Taschenopernfestivals veranstaltet das Kulturmanagement Solingen am 14. Juni eine Lesung aus dem Roman Ulysses von James Joyce. Euch erwartet ein spannender Vortrag des Sirenen Kapitels, bevor ihr dann am Samstag, 18. Juni, die musikalischen Interpretationen der vier Komponistinnen kennen lernt. Ein sprachliches Hörvergnügen, vorgetragen von Christian Brückner, u.a. bekannt als die deutsche Synchronstimme von Robert de Niro.

Dienstag, 14.Juni, 19.30 Uhr, Theater- und Konzerthaus Solingen

18.06.2016 SIRENEN

19:30h Theater Solingen
Taschenopernfestival 2016 mit Taschenopern von Ann Cleare, Wen Liu, Sarah Nemtsov und Brigitta Muntendorf. Für 12 Musiker, 4 Schauspieler, 6 Sänger und Knabenchor.
Regie: Thierry Bruehl, Ernst M. Binder & Kristof Georgen

24.06.2016 SIRENEN

19:30h Theater im Revier Gelsenkirchen
Kennedyplatz, 45881 Gelsenkirchen

Taschenopernfestival 2016 mit Taschenopern von Sarah Nemtsov und Brigitta Muntendorf sowie weiteren szenisch/instrumentalen Stücken von Elena Rykova, Raphael Cendo und Manos Tsangaris. Für 12 Musiker, 2 Schauspieler, 2 Sänger und Knabenchor.
Regie: Thierry Bruehl, Ernst M. Binder & Kristof Georgen