Hello Body! (2012)

Videoinstallation

UA 27.04.2012 Wittener Tage für Neue Kammermusik 2012

Hello Body entstand als multimediale Erweiterung von Sweetheart, Goodbye!
(eine Fassung mit englischen Untertiteln ist ebenfalls verfügbar)
Schauspielerin im Video: Nicola Gründel
Eine Zusammenarbeit mit dem Videokünstler Jürgen Palmer

hello body videoninstallation muntendorf palmer

programmtext

zoomen. Das ist nur ein Aspekt der audiovisuellen Installation »hello body!« in Bezug auf das Ensemblestück »Sweetheart Goodbye!«. Dort verkörpert die Schauspielerin viele Körper und wird mit Abstand auf der Bühne gesehen, hier splittet sich ihr Körper durch die Nahsicht der Kamera in viele auf, teilt sich die Stimme und wird zum Ensemble. Zugleich wird der Klang verdrängt und hinterlässt nur Relikte.

collagieren. »hello body!« ist in Zusammenarbeit mit dem Künstler Jürgen Palmer entstanden, mit dem ich bereits für das Acht Brücken Festival in Köln das Projekt »abschminken« realisierte. Wir wollten trotz des Bezuges zu »Sweetheart, Goodbye« eine eigenständige Arbeit schaffen, in der wir auch als eigenständige Partner agieren können, und wir entschieden uns für einen collagenartigen Prozess. Der ursprüngliche Text war aus Fragmenten von Jean Luc Nancys Abhandlungen zum Körper zusammengestellt, dazu brachten wir beide und die Schauspielerin dann Abwandlungen, Ergänzungen, Assoziationen ein und ein neuer Text entstand. Das Prinzip der Collage manifestiert sich also im Inhaltlichen und im Formalen.

spiegeln. Der Spiegel scheint nicht nur auf der visuellen, sondern auch auf der klanglichen und textlichen Ebene einen Fixpunkt zu vervielfachen, zu verwischen, zu verzerren oder aufzulösen. Das Trennen von Sprache und Emotion, von Sprechen, Sehen und Hören, aber auch die Verselbständigung von Bild, Stimme und Klang treiben ein Spiel mit dem Körper und seinem ›Eigner‹, mit der Frage nach Identität, selbst, ich und Image.