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brigitta muntendorf | composer

Brigitta Muntendorf absolvierte ihr Kompositionsstudium bei Younghi Paagh-Paan an der HfK Bremen, sowie bei Krzysztof Meyer, Rebecca Saunders und Johannes Schöllhorn an der HfMT Köln.

Während des Studiums gründete sie das mittlerweile zehnköpfige und sieben Nationen verbindende Ensemble Garage, das sich auf intermediale und musiktheatrale Weise mit den künstlerischen Intentionen und ästhetischen Reklamationen der heutigen Zeit auseinandersetzt. Ensemble Garage machte sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen in der Neuen Musik und gastierte u.a. bei den Darmstädter Ferienkursen (2014), beim Ultraschallfestival Berlin, aXes Festival Krakau, im De Bijloke Gent, beim BAD TRIP Festival und beim Acht Brücken Festival sowie der Philharmonie Köln und zeichnet sich die Förderung junger internationaler KomponistenInnen mittels Austauschkonzerten aus (u.a. mit Frankreich, Türkei, Finnland).

Brigitta Muntendorf verfolgt mit Ihrer Arbeit als Komponistin, ebenso wie mit Ihrer Arbeit als künstlerische Leiterin des Ensemble Garage die Vision einer Musik, die durch möglichst vielschichte Kontextualisierung nicht nur auf sich selbst verweist, sondern Verweise zu anderen Kunst- und Ausdrucksformen setzt. Sie ist davon überzeugt, dass nur in einem rhizomatischen Setting heutige gesellschaftliche Phänomene kompositorisch reflektiert werden können.

2011 komponierte Brigitta Muntendorf in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Thierry Bruehl ihre erste Taschenoper „Wer zum Teufel ist Gerty“ für das Taschenopernfestival Salzburg – es folgten 2013 „Endlich Opfer“ und 2015 „Bronze by Gold“. Ihr kontextorientiertes und spartenverbindendes Denken spiegelt sich auch in zukünftigen Projekten wider – so wird Brigitta Muntendorf in 2016 und 2017 ein neues Musiktheater für die Münchner Biennale und für Ensemble Garage schreiben, sowie mit der Choreographin Stephanie Thiersch Mouvoir im Auftrag der Philharmonie Köln und des Bundeskulturstiftung die CITY DANCES von Anna Halprin, ein großangelegtes, Musik, Tanz und Community verbindendes Stadt-Happening präsentieren. Sie entwickelte sie Projekte mit Jürgen Palmer (bildender Künstler), Mouse on Mars,  Javier Salinas und Michael Ebmeyer (Schriftsteller) oder Cio D’Or (Soundarchitektin) und veranstaltete in Bamberg einen Public Privacy #City Day mit 10 Künstlern.

Verschiedene Stipendien und Preise begleiteten und prägten Brigitta Muntendorfs Schaffen – nach dem Studium lebte sie sechs Monate an der Cité Internationale des Arts Paris, 2012 erhielt sie ein Stipendium der Internationalen Ensemble Modern Akademie und 2014-15 lebte und arbeitete sie im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg. Verschiedene Porträts (DLF, WDR, HR, Neue Zeitschrift für Musik, Positionen, MusikTexte) und Preise (u.a. Hochschulpreis der HfMT Köln, Bernd Alois Zimmermann Stipendium, Carl von Ossietzky Preis, ZONTA Preis) haben ihr Schaffen bisher begleitet. 2014 erhielt Brigitta Muntendorf den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung, den sie in erster Linie für die Realisierung verschiedener Projekte zur PUBLIC/PRIVACY Thematik im öffentlichen Raum nutzt oder junge Ensembles durch neue Werke unterstützt. Im Zuge des Förderpreises wurde auch ihre erste CD „It may be all an illusion“ veröffentlicht.

Aufträge und Aufführungen führten sie u. a. zu Festivals wie das Acht Brücken Festival Köln, ensemble:europa (WDR), den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, eclat Festival Stuttgart, Klang Festival Kopenhagen oder das Ultraschall Festival Berlin. Sie komponierte neben ihrer engen Zusammenarbeit mit dem Ensemble Garage u.a. auch für Ensemble Modern, DECODER Ensemble, PHACE, Ensemble Mosaik, Asko/Schönberg Ensemble, CALEFAX, Klangforum Wien oder Musikfabrik.

Seit 2013 unterrichtet Brigitta Muntendorf Komposition an der Universität Siegen und wurde 2015 für zwei Semester als Gastdozentin im Fach Komposition an der HfMT Köln eingeladen. Derzeit setzt sie ihre Tätigkeiten als freischaffende Komponistin und künstlerische Leiterin des Ensemble Garage in Köln und Wien fort.

Brigitta Muntendorf Porträt from Johannes List on Vimeo.