Bilderschlachten – Batailles d’Images

für Tänzer, Streichquartett, Orchester, Zuspielung & Live-Elektronik

eine Zusammenarbeit mit Mouvoir / Stephanie Thiersch (Choreographie)

Teaser BILDERSCHLACHTEN – 2019 from MOUVOIR on Vimeo.

Choreography/Direction: Stephanie Thiersch 
Musical Direction/Composition: Brigitta Muntendorf
premiere: 09.05.2019  Théâtre de Nîmes (FR)
further performances: 10.05.2019 Théâtre de Nîmes (FR) 
21.09.2019 & 22.09.2019 Beethoven Fest Bonn
orchestra: Les Siècles
conductor: Benjamin Shwartz
Asasello Quartett: Rostislav Kozhevnikov (1. Violin), Barbara Streil (2. Violin), Teemu Myöhänen (Cello), Justyna Śliwa (Viola) 
Lightdesign: Begoña Garcia Navas
Choreography/Performance: Fabien Almakiewicz, Neus Barcons, Alexis ‚Maca’ Fernández, Julien Ferranti, Gyung Moo Kim, Alexandra Naudet, Camille Revol, Joel Suárez Gómez
Choreographic Assistance: Marcela Ruíz Quintero
Costume Design: Sita Messer
Photography: Martin Rottenkolber
Management: Tanja Baran, Béla Bisom
Production Management: Karolin Henze, Anna-Mareen Henke

CREDITS

In Koproduktion mit: 
Théâtre de Nîmes (F)
Beethovenfest Bonn
tanzhaus nrw Düsseldorf
ensemblenetzwerk Freihandelszone


about

Die neue Zusammenarbeit zwischen Stephanie Thiersch und Brigitta Muntendorf (CITY DANCE 2016, THE SPECTACLE 2020) setzt sich mit der Gefräßigkeit unserer Zeit auseinander. Was passiert, wenn die Frage nach den Verhältnismäßigkeiten, nach dem wie viel und wie wenig nicht mehr zu beantworten ist? Wenn wir in einem Referenzsystem von Bekanntem die Orientierung verlieren und das Schöpferische in Frage stellen? In Zusammenarbeit mit dem Asasello Quartett und dem renommierten französischen Orchester Les Siècles und 8 TänzerInnen entsteht ein Ballett zum Ende der Welt, ein ballet noir, das zügellos in unserer Kulturgeschichte wildert. Das Monumentale und Verschlingende als Sinnbild für Macht und Patriarchat wird künstlerisch mit dem Versuch anstelle des Resultats, mit dem stillen, leisen Widerständigen verflochten.

Thiersch und Muntendorf wollen mit „Bilderschlachten“ ein Nachdenken über den Zustand permanenter Überladung provozieren. Ausgangspunkt ist die exzellent komponierte Zitatenansammlung des Komponisten Bernd Alois Zimmermann „Musique pour le souper du roi Ubu“ von 1968, ein musikalischer Gefahrenraum der Maßlosigkeit, des Vulgären und der Machtanhäufung. In einem neuen Prolog und Epilog Brigitta Muntendorfs betrachtet sie das System Orchester nicht als hierarchisches, sondern kollektives Prinzip. Mit Tänzern erarbeitet sie polyphone Proteschöre und setzt sie als Chor ein, das Asasello Quartet agiert performativ und in Wechselspiel mit Live-Elektronik.

Rezensionen / Presse